Das Palais Borsig in der Voßstraße 1 wurde vom Industriellen August Borsig in den Jahren 1874 bis 1877 erbaut. Wahrscheinlich hat er sein Haus niemals bewohnt, da er 1878 verstarb. Ab diesem Jahr nutzte Bismarck das benachbarte Palais Schulenburg als Residenz, und mit ihm bezog die Reichskanzlei das Gebäude.
Die so genannte "Neue Reichskanzlei" wurde von Albert Speer entworfen. Um dem Neubau Platz zu machen, wurden Mitte der 30er Jahre alle Gebäude der nördlichen Voßstraße abgerissen. Nur das repräsentative Palais Borsig blieb größtenteils erhalten und wurde in den Komplex integriert.
Am 7. Januar 1939 wurde nach elf Monaten Bauzeit die "Neue Reichskanzlei" eröffnet. Von 1939 bis 1945 war die Voßstraße 1 der Sitz der Reichskanzlei des Deutschen Reiches.














